Bericht von der DecompileD 2024

13.03.2024

Am vergangenen Freitag fand die DecompileD-Konferenz 2024 im Parkhotel Dresden statt. Das Programm ist stets abwechslungsreich und ergänzt sehr gut die schon vorhandene Dresdner Konferenzlandschaft im IT-Bereich (JSD, DevDay, Mobile Camp usw.). Alle Slots sind angenehm kompakt und fokussiert (30-45 Minuten) und die Themen breit gefächert und nicht übermäßig technologiezentriert. Die Location ist zudem sehr schick und bietet auch abseits vom Konferenzprogramm viel zu sehen, viele Unterhaltungsoptionen in Form von analogen und digitalen Spielmöglichkeiten und ein ausgezeichnetes Catering.

Die großen thematischen Schwerpunkte lagen ganz klar UI/UX, Agile und DevOps. AI war natürlich auch wieder allgegenwärtig.

Unsere Session-Highlights waren dabei:

„Looks GREAT To Me: Getting Past Bare Minimum Code Reviews“ von Adrienne Braganza Tacke
Sehr kurzweiliger und informativer Vortrag, der sich der Frage widmete, warum eigentlich niemand Lust auf Code Reviews hat, diese oberflächlich durchgeführt werden und wie wir das verbessern können. Dazu gab es auch viele ganz konkrete Tipps.

„Monte Carlo knows it better: Effective forecasting in an agile environment“ von Marc Gebler
Detaillierte Planung und agile Arbeitsweise gehen nicht zusammen. Schätzungen sind Flickwerk und außerdem kommt sowieso immer alles ganz anders. Vor der bohrenden Frage „Wie lange dauert’s dennoch noch?“ bewahrt uns das trotzdem nicht. Die Session zeigte schön, wie man sich Monte-Carlo-Methoden zu Nutze machen kann, um ohne viel zusätzlichen Aufwand auf Basis vorhandener Daten zu besseren Prognosen zu kommen.

„Develop CI/CD-pipelines locally with dagger.io“ von Fabian Kretzer
Jeder Entwickler kennt das Problem: Pipeline-Läufe dauern ewig und sind lokal nur schwer nachzustellen. Dazu kommen krude Yamls mit jeder Menge eingebettetem Skriptcode. Optimierungen und Anpassungen der Pipelines werden dadurch diffizil und nervenaufreibend. Dagger.io stellt da eine interessante Alternative dar, die versucht, die Vorteile von Pipelines (Abstraktion, Isolation durch Container) mit den Vorteilen einer lokalen Entwicklungsumgebung (vertraute Werkzeuge und Programmiersprachen) zusammen zu bringen.

Außerdem haben wir uns angeschaut:

„Keynote: Layoffs, Crisis, Developer productivity, Gen AI & My life in between?“ von Rutuja Joshi

„Keynote: Empowering Digital Sovereignty and Resilience through Open Source“ von Marius Feldmann und Mirko Swillus

„Exploring Design Systems: Implementation and Maintenance Across Platforms“ von Tomasz Krol

„Agile in Cycles: Bias for Delivery and Eliminating the Waste of Incomplete Work“ von Maya Shallouf und Michael Fröhlich

„DevOps Ideals – Simplicity & Locality“ von Daniel Schier

Insgesamt fällt das Fazit sehr positiv aus. Der Besuch der nächsten DecompileD steht für uns schon fest auf der Agenda.

 

Autor: Robert Stelzmann